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Sport

In der Samtgemeinde Emlichheim gibt es fünf große Vereine, die das Sportleben bestimmen. Sie wurden alle erst nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet:

1948 SC Union Emlichheim
1949 SV Neugnadenfeld
1960 SV Hoogstede
1966 SV Grenzland Laarwald
1980 SG Borussia Ringe

Die Fotos zeigen Mannschaften, die in den Anfangsjahren der Vereine aktiv waren. Die Hauptrolle spielten in allen Vereinen natürlich die Fußballer. In Emlichheim spielte allerdings schon im Gründungsjahr eine Frauenmannschaft Feldhandball. Diese Sportart wird heute nicht mehr ausgeübt.

 

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Stehend von links:

Helmut Harms-Ensink, Hindrik-Jan van Ringe, Hans Harms-Ensink, Hermann Borgmann, Uwe Schrader, Gustav Koops, Franz Müller, Betreuer Laurenz Silder

Sitzend von links:

Träiner Heinz Geers, Heinrich Keute, Jürgen Harsmann, Gert Berends, Jan-Albert Grüppen, Fritz Berends

 

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Diese Mannschaft ist schon mehrere Jahre vor der Vereinsgründung sehr aktiv.

Stehend von links:

Johann Weggebakker, Johann List, Alfons Kruse, Willi Middendorf, Heinrich Ranters, Friedrich List, Albert Brill, Bernd Goormann, Albert-Jan Heck

Vordere Reihe:

Evert Veldmann, Johann Ranters, Heinrich Langius, Hans Meppelink, Johann Spieker

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Damenhandball

Wurde nur bis Oktober 1948 gespielt. Zwei Spiele im November wurden wegen Krankheit einiger Spielerinnen abgesagt. Im Winter wurden keine Spiele ausgetragen. Von neun Spielen wurde nur eines gewonnen. Irmgard Pruust: "Es war sehr schwer, eine Mannschaft aufzubauen. Die meisten Mädchen hatten überhaupt keine Ahnung vom Handball und noch nie ein Spiel gesehen. Aber der Wille war da und die Mädchen beim Training mit Freude dabei." Nach dem Weg von Irmgard Pruust zu Beginn des Jahres 1949 hat sich die Mannschaft aufgelöst.

Im Frühjahr 1968 kehrte Anne Haarbach, Torhüterin bei den Nordhorner Eintracht-Damen, zum SC Union zurück und baute hier wieder eine Damenhandball-Mannschaft auf. Die Damen und Mädchen spielen heute noch mit Erfolg.

 

Der SC Union Emlichheim gestern und heute

 

Die Gründung

Nach einem vom 5. April 1948 datierten Gründungsprotokoll von Günter Walda erklärten sich alle 38 anwesenden Personen bereit, Mitglied des neuen Vereins zu werden. Folgender Vorstand wurde von ihnen gewählt:

1. Vorsitzender

Josef Evers
2. Vorsitzender Wilhelm Heine
Geschäftsführer Günter Walda
Kassierer Hindrik-Jan Scholtmann

Als Sportarten sollten gepflegt werden: Fußball, Handball, Faustball, Leichtathletik, Schwimmen, Boxen (!), Tischtennis, Frauensport und Turnen. Aber damals und noch viele Jahre lang stand der Fußballsport im Vordergrund des Interesses, lange Zeit verstand sich der SC Union Emlicheim als reiner Fußballverein, in dem nebenher noch einige "Außenseiter" andere Sportarten betrieben. Hinzu kamen bei den meisten der genannten Sporten die Schwierigkeiten, geeignete Sportstätten für ihre Ausübung zu finden. Selbst um einen annehmbaren Fußballplatz musste viele Jahre gekämpft werden.

Die Namen der Vorstandsmitglieder und Spartenleiter der Gründungszeit lassen unschwer erkennen, dass die meisten von ihnen zu der großen Gruppe der Flüchtlinge und Heimatvertriebenen gehörten, die versuchten, in ihrer neuen Heimat Wurzeln zu schlagen. Sie waren die Männer der ersten Stunde und fast alle hatten eine Beschäftigung bei der Emlichheimer Niederlassung der Firma Wintershall AG. Diese Firma betrieb damals - und betreibt es auch noch heute - die Förderung des in der Grafschaft Bentheim und dem Emsland vorhandenen Erdöls. Es kann ohne Zweifel gesagt werden, dass in der Firma Wintershall AG die Keimzelle des heutigen SC Union Emlichheim zu finden war. Ohne die Unterstützung durch den Betrieb wären die großen Anfangsprobleme, die der Verein zu bewältigen hatte, kaum zu meistern gewesen.

 

Die Entwicklung

Die einheimische Bevölkerung begegnete dem neuen Verein zunächst mit einigen Vorbehalten. So erzählt man sich bis heute, dass ein Fußballspieler in der Anfangszeit zunächst nur bei Auswärtsspielen und unter falschem Namen eingesetzt wurde, damit die Angehörigen von seiner sportlichen Betätigung nichts erfuhren. Trotzdem entwickelte sich der Verein gut und wurde dann auch schnell von den Menschen als Bereicherung des dörflichen Lebens akzeptiert und angenommen. So betrug die Zahl der Mitglieder zu Beginn des Jahres 1949 bereits 238 Personen. Gegenwärtig beläuft sich die Mitgliederzahl auf 1.700.

 

Die Gegenwart

Heute ist der SC Union Emlichheim ein Verein, der eine breite Palette von sportlichen Betätigungsmöglichkeiten für Menschen jeder Altersgruppe anbietet. Wir sind der Meinung, dass der Umfang unseres Angebotes für einen Sportverein mit stark ländlich geprägtem Einzugsgebiet ungewöhnlich groß ist.

Das Angebot des SC Union umfasst derzeit folgende Sportarten:

Badminton, Handball, Faustball, Fußball, Gymnastik, Jazzdance, Jedermannsport, Leichtathletik, Schwimmen, Stepp-Aerobic, Tischtennis, Völkerball, Volleyball und Wandern.

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Das Foto zeigt die alten Geräteschuppen, die dort standen, wo heute die modernen Umkleidekabinen und das Clubhaus stehen.

Umkleidekabinen gab es am Sportplatz damals nicht. Die Spieler zogen sich in der "Waschkaue" auf dem Werksgelände der Wintershall an der Wintershallstraße um. Dort konnten sie auch nach dem Spiel warm duschen. Zum Sportplatz an der Berliner Straße sind es etwa zwei Kilometer. Das war zwar sehr umständlich, aber verglichen mit anderen Sportvereinen schon ein großer Fortschritt. Denn die hatten dort nur notdürftige Umkleideräume und gar keine Duschen. Für die grobe Wäsche nach dem Spiel musste kaltes Wasser aus ein paar Wasserhähnen reichen. In Neugnadenfeld zum Beispiel diente eine Holzbaracke ohne Heizung als Umkleidekabine und in Hoogstede eine leerstehende Garage, natürlich auch ungeheizt, ca. 500 Meter vom Sportplatz entfernt.

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Der Fußball war im SCU, wie in der Niedergraftschaft überhaupt, für Kinder, Jugendliche und Erwachsene eine Sportart mit der größten Anziehungskraft. Viele Jugendmannschaften wurden Kreismeister in ihren Klassen (z. B. D-Jugend 1961/62 und die A-Jugend 1968/69). Die erste Herrenmannschaft wurde sogar zweimal hintereinander Meister: 1969/70 Kreisligameister und 1970/71 Bezirksklassenmeister. Danach spielte die Mannschaft jahrelang in der Bezirksliga.

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Im Jahre 1967 wurde das erste vereinseigene Fahrzeug, ein VW-Bulli, angeschafft. Damit konnte man bequem zu den Auswärtsspielen fahren.

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1954: Deutschland ist Fußballweltmeister. Man ist wieder wer. Vorbilder für die Jugend waren insbesondere Trainer Herberger und Mannschaftsführer Fritz Walter (Quelle: Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn).

In den 1970er Jahren waren die Weltmeister von 1974 die Idole aller jugendlichen Fußballer: Sepp Maier, Franz Beckenbauer, Paul Breitner, Wolfgang Overath, Gerd Müller, Berti Vogts.....

 

Fußball war beliebt, aber erfolgreichen waren anderen Sportarten

In der Beliebtheit bei den Jugendlichen lag sicher der Fußball ganz vorn, aber gemessen am Erfolg waren in Emlichheim und Umgebung die Volleyballerinnen sicher am erfolgreichsten.

Anfang der 1970er Jahre fing alles an:

In den Jahren 1970/71 hatte sich in Emlichheim bei den Mädchen so langsam herumgesprochen, dass unter der Leitung von Herbert Taube ideale Möglichkeiten geboten werden, Volleyball zu spielen. Dieses günstige Angebot nahmen gleich einige Schülerinnen an, und nach kurzer Trainingszeit spielten bereits 1971 zwei Mannschaften in der Bezirksliga und in der Bezirksklasse um Punkte. Herbert Taube, der ein Jahr zuvor noch die Schwimmabteilung geleitet hatte, verschrieb sich nun voll und ganz dem Volleyball, und er hatte Erfolg. Im Frühjahr 1973 besuchten bereits etwa 30 Mädchen seine Trainingsstunden. Er war damals völlig allein, hatte keine Vertretung, und so wurde in der Festschrift von 1973 die Frage gestellt: "Wie lange wird das gut gehen?"

Und diese Frage lässt sich heute eindeutig beantworten: Es ging lange gut, es ging phantastisch gut, und es ist ein Phänomen, wie sich die Schützlinge von Herbert Taube in der Bundesrepublik ganz nach vorne spielen konnten, sich nun seit zehn Jahren im Spitzenfeld behaupten und den Namen Emlichheim in Bezug auf Mädchenvolleyball zu einem erstklassigen Gütezeichen gemacht haben.

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1. Volleyballmannschaft des SC Union Emlichheim.

Stehend von links:

Helga Stroeve, Karin Keller, Erika Hein, Elke Moeken, Herbert Taube, Gesine Köster, Waltraud Meyerink, Ursula Topka.

Sitzend:

Gisela Slefvenboom, Angelika Dam, Rita Stegemeyer, Jenny Beerlink.

 

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Der Damenvolleyball in Emlichheim ist eine einzige Erfolgsgeschichte. Es gab viele Jugendmannschaften, die deutsche, die niedersächsische und norddeutsche Meister wurden. Aus den überragenden Jugendmannschaften gingen auch die Spielerinnen hervor, die später mit der Damenmannschaft sogar bis in die 1. Bundesliga aufstiegen. Zur Zeit spielt die Volleyballdamen-mannschaft in der 2. Bundesliga um die Meisterschaft.

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Es gab aber auch eine junge und erfolgreiche Volleyball-Herrenmannschaft in den 1970er Jahren. Auf dem Foto ist die Bezirksliga-Mannschaft der Saison 1970/71 zu sehen. Stehend von links: Taube, Stegemeyer, Körting, Braunert, Kopplin, Küter-Luks. Sitzend: Scheffer, Reikowski, Quarré.

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Irene Kissmann - Niedersächsische Meisterin 1972 im Hochsprung der Schülerinnen.

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12. April 1967. Verleihung der Sportabzeichen 1966 im Casino Wintershall.

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Hallenturnfest im Januar 1966.

Auch für Leichtathletik, Handball und Turnen konnten sich Kinder und Jugendliche in Emlichheim und Umgebung begeistern.

 

Jugendsport im Emlichheimer Umfeld

Der SV Neugnadenfeld versuchte schon früh, sein Angebot an Sportarten zu erweitern. 1964 war in den Grafschafter Nachrichten zu lesen, dass man neben Fußball auch Handball und Tischtennis anbieten wolle.

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Die Verhältnisse auf den Fußballplätzen waren früher nicht mit den heutigen zu vergleichen. Der Rasen war holprig und schlecht gemäht. Linien sind auf dem Foto nicht zu sehen und die Zuschauer standen dicht am Spielfeld, einige sogar auf dem Platz. 

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Zeltlager und Fahrten für Kinder und Jugendliche gehörten ebenfalls zum Programm der Sportvereine.

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Viele Jugendliche in der Niedergrafschaft gehörten aber auch keinem Sportverein an, sie spielten Fußball auf Wiesen oder anderen Plätzen, so wie die beiden Ringer "Fußballfreaks" auf dem Platz neben der Ringer Volksschule.

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In Neugnadenfeld organisierte die Fußball-A-Jugend nach ihrer Meisterschaft 1957 die Feier selbst und erfreute sich am Dunkelbier.

 

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Eine D-Jugendmannschaft aus Neugnadenfeld präsentierte sich 1961 outfitmäßig noch nicht so, wie wir es heute gewohnt sind.

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In den 1970er Jahren waren Trimmpfade groß in Mode.