Emlichheim: Schulzentrum Lägen Diek
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In das Gebäude der alten Volksschule zog die Realschule 1962 mit ein. Vorne im Bild ist die Baustelle des natur-wissenschaftlichen-technischen Traktes zu sehen, der 1962 fertiggestellt wurde.
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Eingang der Realschule Emlichheim.
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Die Aufnahme zeigt das "alte" Realschulgebäude, in dem jetzt Hauptschule bzw. Gymnasium untergebracht sind. |
Blick von der Vechtebrücke auf die alte Volksschule am Lägen Diek. Im Hintergrund die Türme der katholischen und der reformierten Kirche. Heute ist der Blick auf die alte Schule und die Kirchen durch die Gebäude des Schulzentrums verstellt.
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Ansicht des damaligen Lehrerhauses, in dem früher mehrere Lehrer bzw. Lehrerfamilien lebten. Hinter dem Haus befand sich ein großer Garten für die Bewohner des Hauses.
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An der Stelle, wo früher das Lehrerhaus stand, befindet sich heute die Aula, die 2003 fertiggestellt wurde. |
Daten zur Geschichte der Realschule Emlichheim
| 1973 | Nach der Einführung der Orientierungsstufe nimmt die Realschule Emlichheim 1973 und 1974 keine Schüler auf. Die Realschule umfasst dann nur noch die Schuljahrgänge 7 bis 10. |
| 1974 | Die errichtete Großsporthalle wird am 14. November 1974 ihrer Bestimmung übergeben. |
| 1975 | Emlichheim erhält ab 1. August 1975 die Genehmigung zum Ausbau eines Gymnasiums. |
| 1977 | Am 1. März 1977 wird Realschulrektor Gerrit Warsen in den Ruhestand versetzt. |
| 1977/78 | Das Sechseck wird den Schulen zur Verfügung gestellt. |
| 1978 | Der naturwissenschaftliche Trakt wird den Schulen zur Verfügung gestellt. |
| 1979 | Die Realschule und das Gymnasium werden vereint. |
| 1980 | Die Realschule beteiligt sich seit 1970 am Wettbewerb "Jugend trainiert für Olympia", die größten Erfolge erzielen jedoch die Volleyballerinnen. |
| 1984 |
Nach der Beschaffung von Computern und Zubehör wird zum ersten Mal eine Informatik-Arbeitsgemeinschaft eingerichtet. Die Realschule feiert ihr 25jähriges Jubiläum. |
| 1987 | Der Schulträger der Realschule baut für die Schulen einen Informatikraum. |
| 1994 | Im Überschwemmungsgebiet wird eine neue Sporthalle für rund 1,9 Millionen DM errichtet. Die Eröffnung erfolgt am 27. Juni 1997. |
| 1999 | Hans-Joachim Lindenberg wird in den Ruhestand versetzt. Nachfolger ist Rüdiger Kopplin. |
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Der Klassenraum der Flüchtlingsschule in Alexisdorf/ Neugnadenfeld. Der "Kanonenofen" wurde mit Holz, Torf und Kohlen beheizt. Der Schulraum existiert heute nicht mehr. Aufnahme aus den frühen 1950er Jahren.
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Erstklässler in der Volksschule Ringe im Jahre 1958. Zum "Handwerkzeug" der Schüler gehörten damals Schiefertafel und Griffel, das Schwämmchen zum Tafel auswischen und der Griffelkasten aus Holz. |
Darstellung: Stundenplan aus den 1960er Jahren
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Uhrzeit |
Montag |
Dienstag |
Mittwoch |
Donnerstag |
Freitag |
Samstag |
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8 - 9 |
Erdkunde |
Deutsch |
Rechnen |
Geschichte |
Deutsch |
Deutsch |
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9 - 10 |
Deutsch |
Naturkunde |
Deutsch |
Sport |
Deutsch |
Rechnen |
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10 - 11 |
Rechnen |
Naturlehre |
Erdkunde |
Sport |
Rechnen |
Geschichte |
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11 - 12 |
Religion |
Raumlehre |
Zeichnen |
Deutsch |
Naturkunde |
Religion |
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12 - 13 |
Zeichnen |
Religion |
Musik |
Religion |
Musik |
Realschule Emlichheim
| 1961 |
Durch Erlass vom 21. Januar 1961 genehmigt der Niedersächsische Kultusminister die Einrichtung einer einzügigen grundständigen Mittelschule in Emlichheim ab 1. April 1961, beginnend mit Klasse 5, die in den folgenden Jahren stufenweise aufgebaut wird. Zum Einzugsbereich der Mittelschule gehören die Gemeinden Emlichheim, westlich davon Volzel, Echteler, Heester-kante, Laar, Agterhorn, Eschebrügge, Vorwald und östlich davon Kleinringe und Großringe mit Neugnadenfeld, außer-dem Wilsum. Es wird ein Mittelschulzweckverband gegründet. Der Schulbetrieb beginnt am 14. April 1961 mit einer Feierstunde. Der Unterricht findet mit 46 Schülern der Klasse 5 in einem Klassenraum der Evangelischen Volksschule statt. Er wird von Herrn Warsen und Lehrern der Evangelischen Volksschule ohne Einschränkungen erteilt. Geplant ist, die Mittelschule in dem achtklassigen Gebäude der Evangelischen Volksschule unterzubringen und diese um einen technischen Trakt zu erweitern. Für die Evangelische Volksschule soll ein Neubau entstehen. |
| 1962 | Nach der Durchführung des Probeunterrichtes im Januar mit 66 Schülern werden Ostern 1962 58 Schüler in zwei Klassen aufgenommen. Wegen Raummangels findet der Unterricht zunächst im Unterrichtsraum der altreformierten Kirche statt. Erst Mitte Mai sind die Räume im technischen Trakt fertig. Sie werden zunächst als Klassenräume genutzt (GN, 08.05.1962). |
| 1963 | Die Mittelschule besuchen 158 Kinder in fünf Klassen. Am 28. Mai 1963 wird Herr Warsen zum Mittelschulrektor ernannt. Da wider Erwarten von einer Zweizügigkeit auszugehen ist, wird der Anbau eines Traktes mit acht Klassenräumen als erforderlich angesehen. |
| 1965 | Ab Schuljahr 1965/66 führen die Mittelschulen in Niedersachsen die Bezeichnung "Realschulen". |
| 1966 | Gegen Ende des Kurzschuljahres 1966 wird die erste Abschlussprüfung durchgeführt. Sie besteht aus Prüfungsarbeiten in Deutsch, Englisch und Mathematik sowie der mündlichen Prüfung. Alle Schüler bestehen die Prüfung. |
| 2004 |
Nach Entscheidung der neuen CDU/FDP-Landesregierung wird die OS zum 31. Juli 2004 aufgelöst. Künftig besuchen die Schüler nach Klasse 4 die Hauptschule, die Realschule oder das Gymnasium. Dies führt zu Diskussionen zwischen Hauptschule und Gymnasium, welche Schule künftig im Gebäude der OS untergebracht werden soll. Am 11. März beschließt dann der Schulausschuss afugrund der Ergebnisse einer Elternbefragung über die Schulwahl der Schüler der Jahrgänge 4 bis 6, dass die Realschule mit ihren 18 Klasen in das OS-Gebäude umziehen soll. Der zusätzliche Raumbedarf der Hauptschule soll durch die Bereitstellung von Räumen im ehemaligen Realschulgebäude gedeckt werden, wo auch Einrichtungen der künftigen Ganztagsschule, wie Aufenthalts- und Speiseraum, untergebracht werden sollen (GN, 12.03.2004). Emlichheim ist einer von drei Ganztagsstandorten in der Grafschaft Bentheim. Rund 200 Schüler bleiben an mindestens einem Tag in der Woche über Mittag in der Schule. Mit gem gemiensamen Mittagessen beginnt von Montag bis Donnerstag um 13.15 Uhr das Ganztagsangebot. Um 14.00 Uhr beginnt für 40 bis 80 Schüler die Hausaufgabenbe-treuung und der Förderunterricht. Nach den Hausaufgaben können die Schüler zwischen mehreren Arbeitsgemein-schaften wählen, son einer Mofa-AG, die viel Anklang findet und zur Führerscheinprüfung führt, zwei Töpfer-AG's, einer Foto-, einer Fußball-, einer Theater- und einer AG Sport und Spiele. |
| 2005 | Unter Federführung von Realschulrektor Rüdiger Kopplin entwickeln die drei Emlichheimer Schulen im Schulzentrum mit Schulen in Hardenberg und Dedemsvaart gemeinsame Projekte, um an das Ende des Zweiten Weltkrieges vor 60 Jahren zu erinnern. Die Realschule veranstaltet Projekttage, bei denen sich 16 Arbeitsgruppen mit dem Thema "Vergangenheit - Jugend - Zukunft" befassen. |
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Einklassige Schule in der Niedergrafschaft. |
Viele Klassen der Emlichheimer Schulen nahmen in den 1960er Jahren an der Boortorentocht in Schoonebeck teil. Auf dem Bild sind Schülerinnen und Schüler der beiden 8. Klassen der Realschule Emlichheim zu sehen.
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Schulhof der Realschule Emlichheim heute. |
Schüleraktion heute. |
Schulgeld
Unentgeltlichkeit der weiterführenden Schulen war einer der wichtigsten Punkte des britischen Programms zur Neugestaltung des Schulwesens nach dem Zweiten Weltkrieg, um mehr Chancengleichheit für alle zu erreichen. Tatsächlich aber konnte das Schulgeld für weiterführende Schulen - Mittelschule, Überschule, Fach- und Berufsschulen - in den ersten Jahren nach Kriegsende nicht verzichtet werden. Benötigt wurden die Gelder etwa für die Anschaffung von Unterrichtsmaterial und zur Deckung von Verwaltungsnebenkosten, wie Telefongespräche und Kosten für Papier und Schreibgerät.
In den ersten Jahren nach 1945 war es dabei oft unwichtig, wie viele Kinder eine Familie hatte - eine Geschwisterermäßigung bestand meist nicht. Schwierigkeiten gab es daher nach der Währungsreform. Eltern mit mehreren Kindern auf weiterführenden Schulen konnten das Schulgeld - es musste jetzt selbstverständlich der gleiche Betrag in DM gezahlt werden - nicht mehr oder kaum noch aufbringen. Aus diesem Grund wurde der Elternbeirat der Mittelschule - auf Verfügung des Niedersächsischen Kultursministeriums waren mit Beginn des Schuljahres 1948/49 erstmals Elternbeiräte gewählt worden - aktiv und formulierte in einem Antrag an den Nordhorner Stadtdirektor: "Als Mitglied des Eelternbeirates der Mittelschule Nordhorn stelle ich hiermit im Namen der gesamten Elternschaft den Antrag auf Wiedereinführung der Geschwisterermäßigung nach der Regelung für die staatlichen Oberschulen. Gleichzeitig bitte ich den Schulausschuß, in Erwägung zu ziehen, ob nicht heute überhaupt eine Ermäßigung des Schulgeldes angebracht wäre. ... Bezüglich der Höhe des Schulgeldes möchte ich noch besonders darauf hinweisen, daß es weiten Kreisen der Elternschaft heute fast unmöglich ist, 15,00 DM monatlich zu zahlen."
Wie aus einer Schulgeldordnung für die Mittelschule vom 20. März 1952 hervorgeht, war dieser Antrag nicht ohne Erfolg, denn nach dieser Ordnung betrug das Schulgeld ab 1. April 1952 DM 12,00 monatlich. Außerdem war eine Geschwisterermäßigung eingeführt worden, sogar eine Befreigung der Zahlung des Schulgeldes war möglich. Voraussetzung dafür waren allerdings entsprechendes Verhalten und entsprechende Leistungen der Schüler.
1954 wurde die Zahlung von Schulgeld durch eine Verordnung des Kultusministeriums weiter eingeschränkt. "An Volksschulen, Sonderschulen, Mittelschulen und Berufsschulen wird kein Schulgeld erhoben." 1962 wurde die Schulgeldzahlung für weiterführende Schulen für die gesamte Bundesrepublik endgültig aufgehoben.














