Projektvorstellung / Ablauf
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In der handlungsorientierten und aktiven Medienarbeit des Projekts erhielten Schüler/innen die Chance, an selbst erstellten Texten, Ton- und Videoaufzeichnungen in Kombination mit vorhandenen und eigen erstellten Bilddoku-menten die Vielfältigkeit von Ausdrucks- und Kommunikationsmöglichkeiten zu erforschen, die regionale soziale Umwelt inhaltlich und gestalterisch aufzubereiten, zeitgeschichtliche Ereignisse zum Thema "Migration" aus den Bereichen jüdisches Leben, Zwangsarbeit, Kriegsgefangenschaft, entwurzelte Menschen, Flucht und Vertreibung, Gastarbeit - etwa in der Textilindustrie - sowie Zuzug niederländischer Familien anzueignen. Parallel konnten diese sich medienspezifisches Wissen mit Hilfe von Experten (Museumskoordinator, Redakteure, Medienberater, Zeitzeugen) aneignen, in einem Team arbeiten und neue Kommunikationsräume erschließen.
Historische Fotodokumente aus dem Bildarchiv der Grafschafter Nachrichten wurden unterstützend in die Projekt-arbeit einbezogen. Grundlagen bildeten Bestände bedeutsamer Pressefotografen wie Rudolf Bulla, Willy Friedrich, Egbert und Gerold Meppelink, Erwin Mildes sowie vom Kreismedienzentrum und aus privaten Archiven.
Im Rahmen des Medienprojektes "Zukunft braucht Herkunft" wünschten sich die Schüler/innen der Klasse 10 b der Realschule Bad Bentheim, das Thema "Migration" mit regionalem Bezug zur Obergrafschaft und zu Bad Bentheim facettenreich zu bearbeiten und in Form und Bild, Text und digitalen Filmproduktionen im Zuge einer Ausstellung zu präsentieren.
Folgende Aspekte waren dabei für die Jugendlichen von besonderem Interesse:
Jüdische Migration, das Schicksal von Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen, von Heimatvertriebenen und Flüchtlingen. Des weiteren fragten sie sich, aus welchen Gründen Gastarbeiter aus südlichen und südöstlichen Staaten Europas einst in die Bundesrepublik gekommen waren. Sie dachten weiterhin darüber nach, was Nieder-länder an einer Stadt wie Bad Bentheim reizen könnte, um dort zu bauen bzw. Eigentum zu erwerben. Die Recherchen und die Erstellung der Präsentationsbeiträge (Fototafeln, Texte, Tondokumente von Zeitzeugen-interviews, Videofilme) erfolgten in Gruppenarbeit.
Durch den Einsatz außerschulischer Experten und der Mitarbeit von Vereinen, Parteien, Verbänden und kompe-tenter Privatpersonen fand die notwendige Öffnung der Schule nach außen statt, um Zeitgeschichte authentisch präsentieren zu können. Hierbei erwies sich das "Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland" in Bonn als wertvoller außerschulischer Lernort.
Die Geschichte der Realschule Bad Bentheim reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück. 1891 hieß sie noch Rektor-schule. 1913 betrug die Schülerzahl 75 (45 Knaben und 30 Mädchen). Unsere heutige Realschule nimmt seit 1998 an dem projekt "Steigerung der Effizienz des mathematischen-naturwissenschaftlichen Unterrichts" teil. Hier bietet sich die Möglichkeit, eigene Erfahrungen einer kollegialen und kooperativen Arbeit weiterzuentwickeln. 2007 werden an der Realschule Bad Bentheim 340 Schüler/innen von 24 Fachlehrkräften unterrichtet.
Ihre Arbeit haben die Schüler/innen in Film und bild selbst dokumentiert. Sie freuen sich nunmehr, ihre Arbeitsergebniss einer breiten Öffentlichkeit präsentieren zu können.







