Siedlung 1950er und 1960er Jahre
Flucht und Vertreibung 1945 bis 1950
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Deutsche aus Prag warten auf ihren Transport nach Westen. Als Zeichen der Demütigung wurden vielen ein Hakenkreuz auf die Stirn gemalt.
Völkerwanderung im 20. Jahrhundert
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Über 3 Millionen Menschen kamen aus Schlesien, 2,9 Millionen Sudetendeutsche aus der Tschechoslowakei,
2 Millionen aus Ostpreußen und über 2 Millionen Deutsche aus der Kurmark, Brandenburg und Pommern
"Deutschland wird entweder Weltmacht oder überhaupt nicht sein..."
(Hitler aus "Mein Kampf", 1924)
Das war das Ergebnis für Größenwahn und blindes Vertrauen in die NS-Propaganda. Der Krieg gegen die Welt, nie zu gewinnen, veränderte das ehemalige Deutsche Reich. Ein ganzes Volk am Ende seiner Kräfte. Soldaten auf dem Rückzug, Frauen und Kinder, die ihre Stadt verließen - endlose Trecks im Ring der Panzer einer ganzen Welt.
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Bild: H. Papel, Jahres unseres Lebens, Stuttgart 1954 |
Ein Nachspiel
20. März 2007: Die Klasse 10 c als Vertriebene.
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Treibgut Mensch
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Über 12 Millionen Flüchtlinge suchen in Deutschland eine neue Heimat. Infolge von Flucht und Vertreibung lebten im geteilten Deutschland bald doppelt so viele Menschen pro Quadratkilometer wie vor dem Zweiten Weltkrieg. In Schleswig-Holstein steigt die Bevölkerung mit 860.000 Vertriebenen um 33 %.
Wer bin ich?
Doch wie sollten Kinder identifiziert werden, wenn sie nicht wissen, wie sie heißen?
Die Kleinkinder wuchsen heran. Sie veränderten ihr Aussehen. Hier wurden vor allem Fotografien als Erkennungsgrundlage genommen. Je mehr Zeit verstrich, desto unwahrscheinlicher wurde die Chance, noch von Angehörigen gefunden zu weden.
Heute sind noch rund 400 Fälle offen. Diese Menschen leben sehr mehr als einem halben Jahrhundert mit einer angenommenen Identität und wissen nichts über ihre leibliche Familie.
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Die Suchdienste des DRK veröffentlichten Bilder, hängten Plakate aus - aber noch immer gehen tausendfach Namen durch das Radio von gesuchten Menschen. |
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DRK-Suchdienst |
Der Zweite Weltkrieg riss Hundertausende von Familien auseinander: Frauen vermissten ihre Männer, Kinder verloren ihre Eltern.
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Bild: H. Pabel, Jahres unseres Lebens, Stuttgart 1954 |
Verlorene Kinder - Kinder, die oft so klein waren, dass sie nicht einmal ihre Namen wussten. Mütter, manchmal auch Väter, gingen suchend durch die Reihen der Kinder in den Waisenhäusern. Die Kinder blickten fragend: Bist du meine Muti, bist du mein Papa?
Und in der Grafschaft?
Die Flüchtlinge und Vertriebene treffen auf Menschen, die durch Bombenangriffe und Kriegshandlungen selbst kaum über das Nötigste zum Leben verfügten. Vielerorts weden die Neuankömmlinge daher misstrauisch als Habenichtse angesehen und nicht selten feindselig behandelt.
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Wohnlager Nordhorn, Tannenstraße, 1936 als RAD-Lager gebaut |
Die Vertriebenen wurden in der Bundesrepublik mehr unterstützt als in der DDR, wo in Rücksicht auf sowjetische Interessen Flucht und Vertreibung beschönigend "Umsiedlung" genannt wurde.
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Wohnlager Tannenstraße |
Seit 1945 wurde das Wohnlager in der Tannenstraße von den Engländern als Flüchtlingsunterbringung eingerichtet. Von den elf Baracken waren 257 Personen untergebracht.
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Flüchtlingswohnlager Gildehauser Weg |
Flüchtlingswohnlager Gildehauser Weg:
Innenansicht eines Junggesellenengemeinschaftsraumes. Inventar, Bettwäsche und Decken wurden von der Stadt zur Verfügung gestellt.
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Flüchtlingswohnlager Gildehauser Weg |
Oft standen nur einfache Eisenbettgestelle mit Strohsäcken und Decken zur Verfügung.
Es geht voran
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Annastraße in den 1950er Jahren |
Arbeiterwohnhäuser für Flüchtlinge aus dem Sonderbauprogramm mit drei Zimmern, Küche, Waschraum, WC und Teilunterkellerung.
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Wohnungen in der Annastraße |
Entwicklung der Blanke
Die Blanke glich in den 1930er Jahren eher einer Sumpflandschaft. Sie wurde aufwendig durch Entwässerungs-maßnahmen für den Siedlungsbau vorbereitet. Mit den (wenig effektiven) ersten Arbeiten begann der RAD. Das erste Siedlungsprogramm wurde in den 1930er Jahren im Bereich der Marienstraße für arbeitslose Textilarbeiter gestartet. Während des Zweiten Weltkrieges entstanden Lager der Textilfirmen NINO und Povel am Gildehauser Weg, für holländische und belgische Zwangsarbeiter, später auch für sowjetische und polnische Kriegsgefangene. Als dann Kriegsende die ersten Flüchtlinge nach Nordhorn kamen, wurden sie in den Zwangsarbeiter-Baracken untergebracht. Im Jahr 1949 begann die GEWO mit NION, Rawe und Povel zahlreiche Wohnungsbau-programme durchzuführen. Schulen, Kirchen und Geschäfte wurden in wenigen Jahren aufgebaut. 1949 wurde in der Klarastraße mit dem Bau von Doppelhäusern begonnen. Für Menschen in den Baracken wurden 1951 einfache Häuser, u. a. am Gildehauser Weg, gebaut.
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Gildehauser Weg in den 1950er Jahren. |
Gildehauser Weg heute. |
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Nordhorn-Blanke, Gildehauser Weg in den 1960er Jahren. |
Blumenpavillon Gildehauser Weg |
Lebensgefühl der 1950er und 1960er Jahre
Mode
Die "Trümmerfrau" kehrt zu Heim und Herd zurück. Die Pariser Modeschöpfer entwickelten eine neue Linie voll Weiblichkeit: Schmale Schultern, hervorgehobene Brüste, enge Taille, betonte Hüften und wadenlange weite Röcke.
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An Mode nicht interessiert? |
Die neue Mode der 1960er Jahre
Jetzt gestaltete die Jugend Mode. Miniröcke, Strick-Strumpfhosen, flache Stiefel: Gegen Ende der 1960er Jahre herrschte die totale Freiheit. Mini oder Maxi, Hosen oder Röcke - alles durften die Frauen tragen. Die Mode ver-wischte langsam Klassenunterschiede.
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Das Gesicht der Sixties
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Lesley Hombey - auch Twiggy genannt - wurde 1966 mit 16 Jahren als Model geschaffen. Sie sollte mit ihrer knabenhaften Figur das Schönheitsideal der ausgehenden 1960er sein. Im Gegensatz zu den heutigen Models hat Twiggy aber nie gehungert. Schom mit 19 Jahren verließ sie den Laufsteg.
Bild: Grafschafter Nachrichten, 1968 |
Kaufkraft
Kaufhäuser, Kunstfasern, Konfektion -ermöglichten breiten Schichten den Stil der Reichen nachzuahmen. Das Tor zum Konsum ist geöffnet. Die Mode und neue Techniken sorgten für Kaufwünsche. Die Städte veränderten sich: breite Straßen für deutsche Autos. |
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Waschmaschinen für die Hausfrau
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Kühlschränke füllten sich wieder, Waschmaschinen sorgten für mehr Freizeit.
Bilder: Niels Meyer; Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn
Die Deutschen werden mobil
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Bild: Niels Meyer; Haus der Geschicht der Bundesrepublik Deutschland in Bonn |
Bild: Grafschafter Nachrichten vom 06.10.1954 |
Auf deutschen Straßen kam allmählich wieder Bewegung. "In" war der Motorroller, die vor allem direkt aus Italien kamen. Die Firma Piaggio verkaufte z. B. die Vespa.
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Das eigentliche Auto des Wirtschaftswunders - der VW-Käfer. Der "Standard" für alle, der "Export" mit mehr Chrom und schönerem Lenkrad zur Devisenbeschaffung. |
Der Autotraum der Deutschen in den 1950er Jahren - als ein Industriearbeiter im Durchschnitt 256,00 DM verdiente, kostete die Exportversion ca. 5.500,00 DM.Im Vergleich: 1 Fahrrad = 150,00 DM, 1 Kühlschrank = 650,00 DM.
Bild: Niels Meyer, Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn |
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Wohin die Reise ging
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Anfang der 1950er Jahre entstand in Westdeutschland eine neue Wachstumsbranche: Das Reisegewerbe. Es ist die Sehnsucht nach dem Krieg die Trümmer hinter sich zu lassen. Reiseziele lagen in Deutschland, vor allem in Bayern, Österreich und in Italien. Reiseverkehrsmittel war zunächst die Bahn, bald auch Motorrad, Motorroller und Kleinwagen. |
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Doch die meisten Bundesbürger konnten sich eine Auslandsreise noch nicht leisten. Vorerst träumten sie in der italienischen Eisdiele oder in der Milchbar vom sonnigen Süden.
Bild: Niels Meyer; Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn. |
Musik in den 1950er Jahren
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"Großdeutscher Rundfunk" - das schwärzste Kapitel der deutschen Rundfunkgeschichte war vorbei. Die Jugend saß am Lautsprecher und hörte AFN und "ihre" Musik. |
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Die Jugendlichen trafen sich in der Eisdiele. Dazu gehörte die Jukebox. Die Eltern träumten einen verlorenen Traum mit Freddy Quinns "Heimweh" - die "Halbstarken" protestierten gegen diese Scheinwelt mit "Rock around the Clock" von Bill Halley.
Bild: Niels Meyer; Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn. |
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Let it rock
Hula-Hupp war groß in Mode, der Petticoat dabei zu sehn, Rock'n Roll klang aus dem Äther, das Leben war so wunderschön.
1957 erschien Chucky Berrys Hit "Sweet Little Sixteen", der bis heute ein Meilenstein des Rock'n Roll ist. Rock ist der Ausdruck der jugendlichen Protestbewegung gegen die Langeweile des neuen bürgerlichen Lebens - gegen beengte Wohnungen, fehlende Freizeitmöglichkeiten.
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Das Jahr 1958 begann mit einem Schock: Elvis Presleys Einberufung zum Militärdienst in die Bundesrepublik. |
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Doch für die Jugend sind die 1960er Jahre ein wichtiges Jahrzehnt der Pop-Musik. Die Schallplattenverkäufe des Künstler erreichten Rekorde: Abba, Elvis, Ike and Tina Turner, Sonny und Cher, Little Richard, Jimmy Hendrix, The Doors, The Supremes, The Animals, The Bee Gees, The Rolling Stones, The Who und natürlich die Beatles. |
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Anfang der 1960er Jahre waren immer noch Stars wie Peter Alexander, Freddy Quinn, Heintje oder Katharina Valente die Favoriten der Eltern. |
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Die Beatmusik der 1960er Jahre war so kraftvoll, dass selbst der Rock nicht mithiellt. Aber der Beat wollte mehr sein als nur Musik. Seine Themen waren das Aufbegehren gegen die Eltern, die Poliltiker, gegen alle Autoritä-ten. Gammler und Hippies verkündeten den Ausstieg aus der Leistungs- und Konsumgesellschaft.
Bild: Archiv Grafschafter Nachrichten: Baden am Vechtesee
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Mach dir ein paar schöne Stunden, geh' ins Kino!
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Tagsüber der Wiederaufbau - abends die Träume nach der heilen Welt. Es ist die Sehnsucht nach der fehlenden Heimat, die die Eltern in die Kinos zog.
Bild: Niels Meyer; Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn. |
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Die Klasse 10 c der Gerhart-Hauptmann-Realschule auf den Weg ins Museums-Kino.
Bild: Niels Meyer; Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn. |
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Die Erwachsenen-Generation träumte mit Catharina Valente von der Liebe und von Italien und schmolz dahin bei Heimatfilmen wie "Sissi". Der entscheidende Durchbruch des "Neuen deutschen Films" gelang 1950 mit "Schwarzwald-mädel" mit Paul Hörbiger, Sonja Ziemann und Rudolf Prack. Mit 16 Millonen Kinobesuchern ein unerwarteter Zuschauer-rekord.
Bild: Das "Schwarzwaldmädel", BRL 1950, R.: Hans Deppe |
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Die Jugend hatte ihre eigenen Leinwandhelden: James Dean in "...denn sie wissen nicht, was sie tun", Marlon Brando als "The Wild One" rebellierten gegen die Generation der Erwachsenen. Was war nur mit der Jugend los?
Bild: Marlon Brando in "Der Wilde", 1953 |
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Politik
Sollte nach dem verheerenden Weltkrieg eine Friedensphase eintreten? Haben die Menschen daraus gelernt?
Es war nicht so.
Kriege/Bürgerkriege gab es in Asien, Afrika, Europa, Mittelamerika und dem Nahen Osten.
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So sehr der Westen darauf hinwies, dass die Vereinten Nationen den Krieg beschlossen hatten, war der Korea-Krieg der Kamp der Amerikaner gegen die Sowjetunion - Kapitalismus gegen Kommunismus. |
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Unter dem Einfluss der Alliierten wurden 1949 zwei deutsche Staaten gegründet.Die drei Westzonen wurden in die parlamentarsiche Demokratie entlassen, in der Ostzone befördern die Sowjets die neu gegründete SED an die Macht.
Juri am Rednerpult des Deutsches Bundestages im Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn. Bild: Niels Meyer |
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Der Weststaat der Bundesrepublik Deutschland wurde von Adenauer in die wirtschaftliche und politische West-integration geführt; das Parlament beschloss den Aufbau der Bundeswehr und den Entritt in die NATO. |
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Autoritätsgläubiges Denken prägte nach große Teile der Bevölkerung. Die Eltern waren mit dem Wieder-aufbau Deutschlands beschäftigt und richteten sich ein.Nicht ohne Grund bekam die CDU/CSU 1957 mit dem Wahlslogan "Keine Experimente" die absolute Mehr-heit. |
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Wirtschaftsminister Ludwig Erhard begründete die soziale Marktwirtschaft und wird als Vater des Wirtschafts-wunders bezeichnet.
Foto: Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn |
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1961: Die Mauer steht! Im Museum "Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland":Peggy, Matthias, Jonathan, Mario und Juri an einem Grenzübergang nach Berlin-Ost. |
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Angriffe auf die Republik
Eine kleine radikale Gruppe - die Rote Armee Franktion (RAF) - wollte die Gesellschaft mit Gewalt verändern.Sie verübte Anschläge gegen den "Konsumterror" - mit vielen politische Morde.
Bild: Stern; Titelfoto 13/2007 |
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Gesellschaft im Wandel
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Frauengold für mehr FrauenglückNicht auf Reichtum, nicht auf materiellem Besitz beruht das Glück. Jeg-liches Frauenglück kommt von innen her. Aber wo Frauen ständig darüber klagen, müde, energielos, unlustig, ja apathisch zu sein, ist es kein Wun-der, dass seelische Konflikte, Depressionen und mangelnde Anziehungs-kraft ihr Leben vergällen. Erschöpfte Frauen strahlen keine Vitalität aus. Ihnen fehlt jenes Fluidum, das Frauen so reizvoll macht. Männer lieben lebendige, frohe Frauen, die von Lebenslust sprühen. Beginnen Sie des-halb ein neues Leben mit FRAUENGOLD, denn durch dieses unübertroffene Konstitutions-Tonikum erhält das Frauenleben einen neuen Klang. FRAUENGOLD schenkt ihnen eine Zukunft mit vielen sonnigen Tagen, ein erfülltes Fraenleben voll Glück und Harmonie.
Aus: Reklame für "Frauengold". In: ElefeantenPress (Hrsg.): PerlonZeit. Wie die Frauen das Wirtschaftswunder erlebten. Berlin 1985. |
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Soweit sind die Männer in den 1950er Jahren noch nicht: Die Rollenverteilung sah noch etwas anders aus! |
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Die Frau in der Familie
Die Frauen in den 1950er und 1960er Jahren haben zwar die Trümmer beseitigt, waren aber keineswegs gleichberechtigt. Das Ehe- und Familienrecht bestimmte den Mann zum Familienoberhaupt. Verheiratete Frauen durften nur dann arbeiten gehen, wenn der Mann es ihnen erlaubte.
Aus dem Handbuch für eine gute Ehefrau
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Räumen Sie auf. Machen Sie einen letzten Rundgang durch das Haus, kurz bevor Ihr Mann kommt.
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Seien Sie glücklich, ihn zu sehen.
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Begrüßen Sie ihn nicht mit Beschwerden und Problemen.
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Machen Sie es ihm bequem. Lassen Sie ihn in einem gemütlichen Sessel zurücklehnen oder im Schafzimmer hinlegen.
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Halten Sie ein kaltes oder warmes Getränk für ihn bereit.
(aus: Housekeeping Monthly, 13. Mai 1955).
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Sexuelle BefreiungDie rebellische Jugend befreite sich in den 1960er Jahren immer mehr aus den bürgerlichen Zwängen. Abgelehnt wurde immer mehr die Ehe, Treue und die alte Rollenverteilung zwischen den Geschlechtern.
Sendungen über Sexualaufklärung liefen erst in den 1970er Jahren im Fernsehen. |
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Von der deutschen Jugend 1967 war zunächst keine Revolution zu erwarten. Die meisten 14 bis 24jährigen fanden ihr Glück in einem guten Familienleben. In den Universitäten verlief das Studentenleben noch brav. |
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Zeitenwende 1968
Doch das Jahr 1968 hat alles verändert. Es regierte die große Koalition. Da es nur eine schwache Opposition gab, verlagerte sich die Kritik gegen die Politik auf die Straße. Schüler und Studenten demonstrierten als APO gegen die USA und den Vietnamkrieg.
Sport
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Neben dem wirtschaftlichen Aufschwung sorgten sportliche Erfolge für die Stärkung des Selbstbewusstseins. Bei den Olympischen Spielen 1952 in Oslo und Helsinki sind erstmals wieder deutsche Sportler am Start. Das autonome Saarland 1952 in Oslo und Helsinki, das unter französischem Protektoriat stand, nahm einmalig teil |
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Der große Erfolg der Fußballmannschaft 1954 wurde häufig in Beziehung zur fast ein Jarhzehnt zurückliegenden Niederlage Deutschlands im Zweiten Weltkrieg gesetzt. Es wurde als das "Wunder von Bern" gesehen. Übrigens verfügten noch die wenigsten Haushalte über einen Fern-seher. Die Spiele wurden noch am Radio verfolgt. |
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Die 6. Fussball-Weltmeisterschaft wurde vom 8. bis zum 29. Juni 1958 in Schweden ausgetragen.Die Weltmeisterschaft 1958 war die erste, die vom Fernsehen auf alle Kontinente übertragen wurde. |
Und in der Grafschaft?
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Das Stadion von Eintracht Nordhorn mit der neuen Tribüne 2007 |
Der SV Eintracht Nordhorn wurde 1945 als SV 45 Nordhorn gegründet und benannte sich zwei Jahre später in Eintracht Nordhorn um.Der Verein aus der ca. 53.000 Einwohner zählenden Stadt Nordhorn spielte von 1955 bis 1959 sowie 1962 in der höchsten deutschen Spielklasse. |
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Sonntag, 4, Juni 1961
Der Aufstieg ist geschafft!
Eintracht Nordhorn ließ dem SV Friedrichsort keine Chance. Überzeugender 5:0-Erfolg vor 10.000 begeisterten Zuschauern. Eintracht Nordhorn spielt in der kommenden Saison wieder in der Oberliga.
Bild: Grafschafter Nachrichten vom 5. Juni 1961 |
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